Bayern rüstet auf gegen digitale Wirtschaftskriminalität

Wirtschaftsspionage- und -sabotage im Netz. (Foto: Blogrepreneur, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Die Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) wird mit mehr Mitteln und Personal ausgestattet. Die an die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg angeschlossene Stelle soll bis Ende des Jahres 13 Staatsanwälte beschäftigen – 2015 startete sie mit zwei. Bisher bearbeitete die ZCB landesweit in Fällen von Computerkriminalität, auch im Zusammenhang mit dem Handel illegaler Güter im Internet. Nun soll die Zentralstelle auch Verfahren in Fällen von Wirtschafts-Cyber Crime  übernehmen.

Dazu sagte der bayerische Justizminister Prof. Winfried Bausback: “Wer also etwa über den Cyber Space das Know-how unserer Unternehmen attackiert, dem wird künftig die geballte Kompetenz der ZCB begegnen. Damit leistet die bayerische Justiz einen wesentlichen Beitrag, um unsere Wirtschaft und unsere kritischen Infrastrukturen etwa vor Wirtschaftsspionage und Computersabotage noch besser zu schützen.”

Technischer Wettlauf

“Um in dem sich ständig ändernden technischen Umfeld erfolgreich ermitteln zu können, sind Spezialkenntnisse erforderlich, die auch für die neuen Zuständigkeiten der ZCB nützlich sind”, ergänzte ZCB-Leiter Oberstaatsanwalt Lukas Knorr. “Immer mehr Täter versuchen, ihre kriminellen Aktivitäten durch die Nutzung von Kryptowährungen zu verschleiern. Wir reagieren darauf, indem wir ebenfalls auf modernste Techniken zurückgreifen, um Transaktionen zu deanonymisieren und Geldflüsse aufzudecken.”

Bis zum 30. Juli wurden bereits 1.971 Ermittlungsverfahren bei der ZCB eröffnet. Im gesamten Vorjahr waren es noch 2.081.

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