Übergreifende Cyber Defence-Ansätze

Dr. Reinhard Brandl (CSU) über die gesetzliche Grundlage für das bereits bestehende Cyber-Abwehrzentrum (CAZ), die noch in dieser Legislaturperiode kommen soll (Foto: Allan Riedel)

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Dr. Reinhard Brandl hofft, dass noch in dieser Legislaturperiode eine gesetzliche Grundlage für eine operative Basis für das bereits bestehende Cyber-Abwehrzentrum (CAZ) verabschiedet werden kann. Das CAZ soll dann rund um die Uhr in der Lage sein, auch operativ tätig zu werden. Neben mehr Behörden sollen auch Unternehmen oder deren Organisationen dort präsent sein.

Daneben soll eine Bündelung der Beschaffungsaktivitäten im Bereich der Cyber-Sicherheit auf Bundesseite erreicht werden. Dazu könnte die neue BMI-Behörde ZITiS beitragen, indem sie die Bedarfe zusammenführt. Das Forschungsinstitut Cyber Defence der Universität der Bundeswehr (CODE) sei ein herausragender Nukleus für ein Cyber-Cluster in München. Daher habe der Bundestag zwölf Professorenstellen für CODE beschlossen, so Brandl. Bei der Eröffnung der 5. Jahrestagung von CODE betonte deren Leitende Direktorin, Prof. Dr. Gabi Dreo Rodosek, dass neben dem Network-Gedanken auch die Vorstellung neuer Forschungsvorhaben Ziel der Veranstaltung wäre. Ganz besonders hervorzuheben sei die Unterzeichnung einer Vereinbarung mit der IBM über die Nutzung eines Hubs für Quantencomputing. und die Unterzeichnung eines Memorandums of Understanding mit der europäischen IT-Sicherheitsagentur ENISA.

Vorgestellt wurden zudem drei neue CODE-Professuren. Bevor der neue Campus fertig ist, soll es eine Interimslösung geben. Zu dieser zählt u.a. die Einmietung bei einer Firma für die eingestuften Bereiche. Der Neubau mit 40.000 Quadratmetern soll im November an einen Generalunternehmer vergeben werden. Diese neue Infrastruktur will auch das Bundesinnenministerium (BMI) mit ZITiS nutzen.