KI ist Thema einer neuen Enquête-Kommission

Künstliche Intelligenz wird wegweisend in fast allen Lebensbereichen sein. Eine parlamentarische Enquête-Kommission soll Grundlagen zur aktiven Gestaltung der weiteren Entwicklung in Deutschland ausarbeiten. (Foto: Many Wonderful Artists, https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/, www.flickr.com)

Der Bundestag wird eine Enquête-Kommission “Künstliche Intelligenz – Gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliche Potenziale” einsetzen. 19 Mitglieder des Bundestages und 19 Sachverständige sollen bis 2020 Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) vorlegen. Ausgelotet werden Chancen und Risiken von KI-Technologien in den Bereichen Sprachassistenz und autonomes Fahren sowie intelligente Datenanalyse im Marketing, im Kredit- und Versicherungswesen und in der Medizin.

“KI wird fast alle unsere Lebens- und Arbeitsbereiche beeinflussen und wegweisend sein für unsere Zukunft wie keine andere Entwicklung im technologischen Bereich. Darauf müssen wir vorbereitet sein”, sagte dazu Sören Bartol (SPD). Mario Brandenburg (FDP) fügte an: “Andere Nationen wie Kanada, Finnland, Japan oder Südkorea sind da wesentlich weiter und haben bereits eine nationale Handlungsstrategie.” Deutschland verfüge über das Potenzial in Forschung, Bildung, Kultur und Produktion, aber wenn keine Utopien entwickelt würden, würden das die großen Technologiekonzerne tun.

Arbeit hinter verschlossenen Türen?

Die Enquête-Kommission wird auf Antrag der Regierungsfraktion sowie von FDP und Linke eingesetzt, dem auch Grüne und AfD zustimmten. Ein Änderungsantrag der Grünen mit der Mehrheit von CDU/CSU, SPD und FDP abgelehnt. Darin hatten die Abgeordneten gefordert, die neue KI-Komission solle regelmäßig öffentlich tagen und die Sitzung online übertragen. Außerdem sollte nach dem Willen der Grünen-Fraktion regelmäßig transparent über die Arbeit des Gremiums informiert werden und Anregungen aus der Öffentlichkeit einbezogen werden.