IT-Sicherheitstag Sachsen: Nicht auf singulären Maßnahmen ausruhen

Austragungsort des IT-Sicherheitstages Sachsen: Das Deutsche Hygiene Museum in Dresden (Foto: Allie Caulfield, https://www.creativecommons.org/licenses/by/2.0/
, www.flickr.com)

“Mit der Pflicht des Bürgers persönliche Daten mitzuteilen, geht auch die Verpflichtung der öffentlichen Verwaltung einher, diese Daten zu schützen.” Das stellte der Staatsekretär im sächsischen Staatsministerium des Innern, Prof. Günther Schneider, zur Eröffnung des IT-Sicherheitstages Sachsen klar. Das ist keine leichte Aufgabe angesichts der Zunahme an Angriffen auf die IT-Systeme des Staates. So seien im Jahr 2017 1.800 Attacken auf das Sächsische Verwaltungsnetz (SVN) registriert und abgewehrt worden – 28 Prozent mehr als im Vorjahr.

“Wir setzen dieser Bedrohung einiges entgegen”, versicherte Schneider auf der Veranstaltung, die das Sächsische Innenministerium und der Behörden Spiegel gemeinsam in Dresden durchgeführt haben. So würden Prozesse im IT-Sicherheitsmanagement des Freistaats ständig weiterentwickelt und Meldeabläufe optimiert. Derzeit werde außerdem ein Informationssicherheitsgesetz auf den Weg gebracht, mit dem Verantwortlichkeiten der Landesbehörden und die Zusammenarbeit bei Vorfällen weiter konkretisiert würden.
Die sächsische Verwaltung setzt außerdem auf innovative technische Lösungen, um mit Gefahren umgehen zu können. So wurde in Zusammenarbeit mit dem Hasso-Plattner-Institut der Identity Leak Checker eingerichtet, der digitale Identitäten der sächsischen Verwaltungsmitarbeiter mittels fortlaufendem Abgleich mit verschiedenen Datenbanken auf Diebstahl und Missbrauch überwacht. Die Lösung stehe allen Ländern zur Nachnutzung offen, sagte Schneider.

“Wir können uns aber nicht auf singulären Maßnahmen ausruhen”, mahnte der Staatssekretär. Zentral sei es, noch viel mehr grenz- und sektorübergreifend zu kooperieren. “Vor allem Bund und Länder”, so Schneider weiter, “müssen die Zusammenarbeit ihrer Sicherheitsbehörden intensivieren.” Genauso wichtig sei auch der Austausch mit Wirtschaft und Wissenschaft.