IT-Sicherheit: Fort- und Weiterbildung bedarf enormer Anstrengung

Udo H. Kalinna, Geschäftsführer bei Ifasec, sieht enormen Handlungsbedarf bei der Fort-und-Weiterbildung von IT-Sicherheitskompetenzen. (Foto: BS/Dombrowsky)

IT-Sicherheit im KMU-Bereich sei im Grunde nicht existent, sagte Udo H. Kalinna, Geschäftsführer bei Ifasec  und Verwaltungsprofessor für Informatik und IT-Sicherheit an der Hochschule Emden/Leer. „Das ist in Deutschland eine Katastrophe!“ Viele kleinere und mittlere Unternehmen würden Beratungen nur dann annehmen, wenn die öffentliche Hand dies in hohem Maße fördere. Backdoors seien aber ohnehin nicht zu verhindern, erklärte Kalinna heute auf der Public IT-Security in Berlin. Denn die IT-Sicherheit werde größtenteils von amerikanischen und israelischen Unternehmen dominiert. Daraus resultiere auch ein Schwachpunkt mit Blick auf Zentralisierungsbestrebungen.

Fachkräftemangel trifft auf geringe Halbwertzeit des Wissens

Aus Sicht des Sicherheitsexperten sind enorme Anstrengungen bei der Fort- und Weiterbildung notwendig: „Die Halbwertszeit des Wissens in der IT-Sicherheit ist die Kürzeste in der ganzen Industrie.“ Zudem mangelt es an Fachkräften. „Für gewisse komplexe Fragen braucht es einfach Highpotencials.“ Allerdings würden sich heute viele Absolventen eher in die betriebswirtschaftliche Richtung als in die IT-Sicherheit begeben, weil dort besser bezahlt wird.