Minister Pegel: IT-Sicherheit mit klarer Sprache und niederschwelligen Angeboten

Christian Pegel ist Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung in Mecklenburg-Vorpommern. (Foto: BS/Dombrowsky)

Digitalisierungsabteilung schafft Synergien

Neben Energie, Verkehr, Landesentwicklung und Bau hat der Minister eine kompakte Digitalisierungsabteilung aufgebaut, in der heute frühere Mitarbeiter aus den Ressorts Innen, Wirtschaft, Finanzen und Energie zusammenarbeiten. Der neue Zuschnitt erfolgte bewusst. Schon jetzt sei ein ganzes Stück Konkurrenz weggefallen: Während die Kollegen früher oftmals damit befasst waren, die Vorschläge der jeweils anderen Seite zu kritisieren, müssten sie heute von Beginn an gemeinsam an Vorlagen arbeiten. „Wir merken hier gerade, dass wir Synergien schaffen.“ Das ist laut Pegel absolut notwendig.

Pflichtaufgabe E-Government

Digitalisierung und IT-Sicherheit funktionieren nicht mit „Petitessen“, stattdessen ist die Hausleitung gefragt. Demnach braucht es den klaren Willen, Maßgaben und Neuerungen schnell und effektiv umzusetzen. Pegel erläuterte, dass gerade bei der Weiterentwicklung des E-Governments, nicht nur alle Ressorts, sondern auch Personalräte und Kommunen mitgenommen werden müssen. Datensicherheit sei die zentrale Frage, die gerade in Zeiten mobiler Endgeräte dazu zwinge, schnell zu reagieren, hochgradig zu zentralisieren und Mindestschutzstandards für Landes- und kommunale Einrichtungen einzuführen.

Um Bürgermeister, Referatsleiter und Direktoren mitzunehmen plädiert der Minister dafür, die Bedrohungslage so anschaulich wie möglich darzustellen und niederschwellige Angebote für Mitarbeiter und Entscheidungsträger zu machen. Es brauche eine Menge kleinerer Veränderungen und Achtsamkeiten, eine klare und knappe Sprache. Das gelte auch mit Blick auf die Minister. Er selbst gehe seither mit einer gehörigen Portion Demut an die Digitalisierung heran und nehme wöchentlich „einen ganzen Sack neuer Vokabeln mit nach Hause“.