Abendlicher Vorgeschmack

Beim Parlamentarischen Vorabendempfang zur PITS 2017 wurden Impulse zum Thema IT-Sicherheit zwischen den Gängen gereicht. (Foto: BS/Dombrowsky)

Zu einer kleinen Einstimmung auf das reichhaltige Programm der 9. PITS luden der Behörden Spiegel und der Technologiepartner der Veranstaltung Panda Security. Dazu trafen sich am Vorabend in kleinem Kreis Vertreter aus öffentlicher Verwaltung, Sicherheitsbehörden, Wirtschaft und Wissenschaft im Berliner Hotel Adlon, um erste Impulse zu Fragestellungen der IT-Sicherheit auszutauschen.

„Wir freuen uns auf einen Kongress mit dichtem Programm und Möglichkeiten für einen intensiven Austausch zwischen den Teilnehmern“, sagte R. Uwe Proll, Herausgeber und Chefredakteur des Behörden Spiegels, in seinem Grußwort. Mit Blick die kommende Legislaturperiode und bereits angekündigter politischer Vorhaben im Bereich der Digitalisierung wie dem Portalverbund, verwies er auf zukünftige Herausforderungen im Bereich IT-Sicherheit.

Einschätzungen zur aktuellen Cyber-Sicherheitslage in Deutschland gab Dr. Burkhard Even ab. Der Leiter der Abteilung Spionageabwehr / Geheim- und Sabotageschutz im Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) betonte, dass Deutschland ein besonders attraktives Ziel für politisch oder wirtschaftlich motivierte Spionage und Sabotage sei. Cyber-Angriffe durch terroristische Organisationen habe es bisher nur im „niederschwelligen Bereich“ gegeben, das BfV sei aber darauf eingestellt, dass die Lage sich hier in Zukunft zum Schlechteren verändern könnte. Anders sieht Even die Situation bei der Sabotage Kritischer Infrastrukturen durch staatliche Akteure: „Es gibt Staaten, die dazu in der Lage sind, es handelt sich also um ein reales Risiko.“

Über einen derzeit einsetzenden und dringend nötigen Paradigmenwechsel in der IT-Sicherheit sprach Juan Santamaría, General Manager bei Panda Security. Abseits vom klassischen Blacklisting, mit dem nur Malware anhand ihres Codes erkannt würde, würden moderne Lösungen auf Grundlage von komplexen Analysen Verhaltens-Anomalien erkennen. „Panda hat den Paradigmenwechsel weg von klassischer Erkennung, hin zum eventbasierten Ansatz als Vorreiter eingeleitet“, ergänzte Jan Lindner, Geschäftsführer bei Panda Security.

Solche neuen auf Maschinenlernen beruhenden Technologien in Organisationen einzuführen, stelle aber oft eine große Herausforderung dar, wie Lindner erklärte. Gerade in Behörden seien wachsende Anforderungen an IT-Personal eine große Hürde. Mit Panda sei eine Einführung ohne personellen Mehraufwand und ohne Schulungen möglich.