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Kongress 2010

Das war die “PITS” 2010 mit rund 400 Besuchern (Aus dem Behörden Spiegel 11/2010, Carsten Köppl)

Schlüsselfaktor IT-Sicherheit

Letzte Abstimmungen vor Kongressbeginn: v.l. Moderator Reimar Scherz, Behörden Spiegel, Staatssekretär Dr. Wilfried Bernhard und Dr. Rainer Baumgart. Foto: BS/Hensel

Public vs. Private Cloud, mobile Kommunikation und elektronische Identität waren die Themenschwerpunkte der PITS 2010 am 6. und 7. Oktober 2010 in Berlin. Keiner dieser IT-Megatrends kommt ohne Anstrengungen und Investitionen in die Querschnittsaufgabe IT-Sicherheit aus. IT-Sicherheit ist daher ein Schlüsselfaktor für die weitere Modernisierung des Staates.

Die Public-IT-Security-Kongressmesse, kurz PITS, fand dieses Jahr zum zweiten Mal statt, aber zum ersten Mal an zwei Tagen. Die Entscheidung, die PITS auf zwei Tage zu verlängern, war ein Resultat aus der Besucherbefragung 2009, bei der sich viele mehr Zeit für Gespräche und für den Besuch der Stände wünschten. Und Zeit konnten die Besucher gebrauchen, denn rund 40 Firmen präsentierten auf der PITS 2010 ihre Sicherheitslösungen und -dienstleistungen. Damit ist die PITS die größte Messe für IT-Sicherheit speziell für Verwaltungen. Neben dem Know-how der Aussteller, viele sind Weltmarktführer in ihrem Gebiet, gab es auch einige Vorab-Neuheiten auf der Messe wie z. B. den Kartenleser für den neuen Personalausweis, der kos­tenlos (oder gegen eine geringe Gebühr) in den kommenden Wochen ausgegeben werden soll.

Mit dem Motto “Sicherheit in virtualisierten Welten” griff die PITS in diesem Jahr vor allem das Thema Cloud Computing auf. Hier tut sich derzeit viel im öffentlichen Bereich. Andreas Reichel, Technik-Vorstand beim norddeutschen IT-Dienstleister Dataport, konnte auf der PITS brandaktuell von einer erst am Vortag bekanntgegebenen Kooperation mit Microsoft berichten, um eine Private Cloud aufzubauen. Aber auch das ITDZ in Berlin hat sich auf den Weg gemacht, den Berliner Verwaltungen zukünftig IT-Infrastrukturen und Software on Demand anzubieten. Aber vor allem in einer gemeinsam genutzten privaten Verwaltungscloud, z. B. von mehreren Bundesländern betrieben, können in Zukunft hohe Effizienzgewinne erzielt werden, wie Philipp Stephanow vom Fraunhofer SIT in seinem Impulsvortrag betonte.

Gerade das Beispiel Cloud zeigt, wie eng die künftige Verwaltungsmodernisierung und IT-Sicherheit miteinander verknüpft sind. Denn die Effizienzgewinne durch Cloud Computing lassen sich nur heben, wenn die virtualisierten Angebote entsprechend gegen IT-Angriffe abgesichert sind. Die Frage nach der Sicherheit ist entscheidend für die Zukunft dieser Innovation. Hier liegt auch eindeutig eine der Stärken der PITS: Die enge Verknüpfung von neuen Trends in der Verwaltungsmodernisierung/E-Government und der IT-Sicherheit – mehr als je zuvor sind das zwei Seiten einer Medaille.


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